Tipps und Hinweise zum Ende der Ausbildung

Ende der Ausbildung

Wann endet die Ausbildung?
Mit Bestehen der Gesellenprüfung, genauer mit Bekanntgabe des erfolgreichen Prüfungsergebnisses, endet das Ausbildungsverhältnis. Vom Prüfungsausschuss wird eine Bescheinigung ausgestellt, indem das Bestehen oder Nichtbestehen bestätigt wird. Diese Bescheinigung ist vom Auszubildenden sofort dem Ausbildungsbetrieb vorzulegen.

Welche Folgen hat eine Weiterbeschäftigung?
Bei einer Weiterbeschäftigung nach Bekanntwerden des Prüfungsergebnisses geht der Betrieb rechtlich gesehen ein unbefristetes Arbeitsverhältnis ein, also auch, wenn der ehemailige Auszubildende nur kurzfristig nach der Bekanntgabe im Unternehmen ohne anderslautenden Regelung beschäftigt wird.

Spätestens zum Zeitpunkt der Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses muss sich der Betrieb also entscheiden, ob er den ehemaligen Auszubildenden übernehmen will oder nicht. Auch deshalb sollte den Auszubildenden rechtzeitig vor diesem Tag mitgeteilt werden, ob er nach der Gesellenprüfung in ein Arbeitsverhältnis übernommen wird, oder mit Bestehen der Gesellenprüfung nicht weiterbeschäftigt werden kann.

Sind hier noch weitere tarifrechtliche Regelungen zu beachten?
Im Bau-Handwerk muss aufgrund allgemeinverbindlicher Tarifverträge vier Monate vor Ende der Ausbildungszeit dem Auszubildenden schriftlich mitgeteilt werden, ob er in ein Arbeitsverhältnis übernommen wird, oder dass er nach bestandener Gesellenprüfung nicht übernommen wird.

Der Rahmentarifvertrag Plus im metallverarbeitenden Handwerk, wo eine Übernahme nach der Gesellenprüfung von 12 Monaten vereinbart wurde, soweit dem nicht personen- oder verhaltensbedingte Gründe entgegenstehen, ist allerdings nicht allgemeinverbindlich.

Im Friseurhandwerk empfehlen die Tarifpartner dem Ausbildungsbetrieb, den Auszubildenden spätestens einen Monat vor voraussichtlichem Ausbildungsende (letzter Prüfungstag) eine schriftliche Mitteilung über die Übernahme/NIcht-Übernahme zukommen zu lassen.

Was passiert, wenn der Azubi die Prüfung nicht besteht?
Besteht der Lehrling die Prüfung nicht, so verlängert sich das Ausbildungsverhältnis auf sein Verlangen bis zur nächstmöglichen Prüfung, höchstens um ein Jahr. Entsprechende Verlängerungsverträge können über die Homepage der Handwerkskammer Oldenburg ausgedruckt werden. Bitte beachten Sie, dass das Formular in 3-facher Ausfertigung von den Parteien unterschrieben zur Eintragung eingereicht werden müssen.

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