Tipps und Hinweise zu den Prüfungen während der Ausbildung

Prüfungen

Welche Prüfungen gibt es während der Ausbildung?
Die Auszubildenden müssen die in der Ausbildungsordnung festgelegten Prüfungen absolvieren. Hierzu zählen in der Regel die Zwischenprüfung und die Gesellen- bzw. Abschlussprüfung.
In einigen Berufen findet inzwischen eine gestreckte Gesellenprüfung statt. In diesen Fälle entfällt die Zwischenprüfung zu gunsten eines ersten Teils der Gesellenprüfung. Zwischenprüfung bzw. Teil 1 der Gesellenprüfung finden zur Mitte der regulären Ausbildungszeit statt.
Im Gegensatz zur Zwischenprüfung, die nicht in die Endnote der Gesellenprüfung eingeht, zählt das Ergebnis des Teil 1 der Gesellenprüfung mit einem festgelegten Prozentsatz für die Abschlussnote.

Wer meldet den Lehrling zur Prüfung?
Am Ende der Ausbildung steht die Gesellenprüfung bzw. Abschlussprüfung des Lehrlings/Auszubildenden. Der Betrieb und Lehrling werden von der durchführenden Stelle aufgefordert, einen Antrag auf Zulassung zur Prüfung zu stellen. Der Ausbildungsbetrieb ist verpflichtet, den Antrag des Lehrlings zu den Prüfungen bei der Innung/Kammer einzureichen. Die Kosten der Prüfung (Material, Gebühren, usw.) hat der Betrieb zu zahlen.

Welche Unterlagen werden zur Zulassung benötigt?
Die geforderten Unterlagen sind im Aufforderungsschreiben aufgeführt. Wenn ein eingetragenes Berufsausbildungsverhältnis besteht, müssen zusätzlich zur Zulassung die vollständigen Berichtshefte und der Nachweis der abgelegten Zwischenprüfung/der Teil1 Prüfung beigelegt werden.

Muss der Ausbildungsbetrieb schon einen Tag vor der Prüfungen den Lehrling freistellen?
Nur Jugendliche (unter 18 Jahre) müssen an dem Arbeitstag, der der schriftlichen Abschluss- und Gesellenprüfung (Teil 1+2) unmittelbar vorangeht, freigestellt werden.

In welchem Fall werde ich vorzeitig zur Prüfung zugelassen?
Sechs Monate vor dem regulären Prüfungstermin kann ein Lehrling/Auszubildender nach einem Antrag auf Zulassung zur Prüfung zugelassen werden. Die vorzeitige Zulassung muss bei der durchführenden Stelle beantragt werden. Voraussetzungen sind gute bzw. überdurchschnittliche Leistungen im Ausbildungsbetrieb und in den prüfungsrelevanten Fächern der Berufsschule. Der Durchschnitt muss in den prüfungsrelevanten Fächern mindestens bei 2,49 liegen. Eine Bescheinigung des Betriebes und der Berufsschule, dass die Leistungen des Auszubildenden eine vorzeitige Zulassung zur Prüfung rechtfertigen, muss den üblichen Zulassungsunterlagen beigelegt werden.

Was ist eine Externen Prüfung?
Die Externen Prüfung bietet Personen die Möglichkeit zur Erlangung eines Berufsabschlusses, die keine reguläre Ausbildung absolviert haben, aber mindestens das eineinhalbfache der vorgesehenen Ausbildungszeit in einem Beruf gearbeitet haben. Diese Personen können einen Antrag auf Zulassung zur Externen Prüfung stellen. DIe Externen Prüfung ist inhaltlich mit der Gesellenprüfung im jeweiligen Ausbildungsberuf identisch.

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