Tipps und Hinweise zur Verbundausbildung

Verbundausbildung

Wann macht eine Verbundausbildung Sinn?
Nicht alle Betriebe, die junge Menschen ausbilden und auf die eigene Nachwuchssicherung setzen, können die Vorgaben, die die jeweilige Ausbildungsordnung vorschreibt, allein erfüllen. Dem einen Betrieb fehlen die notwendige Erfahrung oder Fachkräfte, ein anderer kann nicht sämtliche für die Ausbildung erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse in vollem Umfang vermitteln. Bei anderen Betrieben besteht zwar die grundsätzliche Bereitschaft zur Ausbildung, sie wird jedoch wegen der damit verbundenen Zeitbelastung nicht durchgeführt. In all diesen Fällen bietet sich die Möglichkeit, die Ausbildung im Verbund mit anderen Betrieben gemeinsam durchzuführen (§ 22 Abs. 2 Handwerksordnung).

Was muss bei der Verbundausbildung rechtliche beachtet werden?
Zwischen den Ausbildungsbetrieben wird ein Kooperationsvertrag abgeschlossen, wenn der Ausbildungsbetrieb nicht alle Ausbildungsinhalte des Ausbildungsrahmenplanes vermitteln kann.

Die sich aus dem Berufsausbildungsverhältnis ergebenden Daten gemäß § 28 HwO und §§ 34, 35 BBiG werden in der Lehrlingsrolle bei der Handwerkskammer Oldenburg eingetragen.

Förderung von Ausbildung im Verbund

Das Land Niedersachsen fördert mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF) Projekte von Ausbildungsverbünden bis zum Jahr 2022, die in Partnerschaft mit Betrieben Ausbildung im Verbund durchführen.

Mitfinanziert werden

  • Ausgaben für Bildungs- und Beratungspersonal,
  • Vergütung, Aufenthalts- und Fahrtkosten der Auszubildenden, soweit sie vom Projektträger als Ausbilder zu erbringen sind,
  • Verbrauchsgüter und Ausstattungsgegenstände,
  • indirekte Ausgaben.

Die Höhe der Förderung beträgt in der Regel bis zu 50% der zuwendungsfähigen Ausgaben bei einer Projektlaufzeit von grundsätzlich 24 Monaten.

Ziel ist eine bessere regionale Versorgung der Ausbildungsplatzbewerber mit betrieblichen Ausbildungsplätzen sowie ein effektives Matching zwischen Angebot und Nachfrage in den regionalen Ausbildungsmärkten. Zudem soll Bewerbern mit besonderem Förderbedarf oder mit Zuwanderungsgeschichte der Weg in die duale Berufsausbildung ermöglicht werden.

Weitere Informationen zu den Fördervoraussetzungen, Förderhöhen und zum Antragsverfahren erhalten Sie im Internet: www.foerderdatenbank.de/

Gern stehen wir in unserer Geschäfststelle auch für ein persönliches Beratungsgepräch zur Organisation und Förderung von Ausbildungsverbünden zur Verfügung. Wenden Sie sich bitte zunächst an unsere Beraterin Sabine Untiedt (Tel. 04471/179-15, Fax: 04471/179-44, E-Mail: s.untiedt@handwerk-cloppenburg.de)

Wichtiger Hinweis:

Wir machen darauf aufmerksam, dass unser Web-Angebot lediglich dem unverbindlichen Informationszweck dient und keine Rechts- und Steuerberatung im eigentlichen Sinne darstellt. Der Inhalt dieses Angebots kann und soll eine individuelle und verbindliche Rechts- und Steuerberatung, die auf Ihre spezifische Situation eingeht, nicht ersetzen. Insofern verstehen sich alle angebotenen Informationen ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

Falls Sie als Mitglied eine persönliche Beratung in arbeits-, sozial-, steuerrechtlichen Fragen benötigen, die allen Einzelheiten Ihrer Situation gerecht wird, sind Sie bei uns in besten Händen.