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Artikel vom 09.03.2018 | zurück zur Übersicht

Regionalpolitik und Handwerk

Regionalpolitik und Handwerk

Regionalpolitische Fragestellungen gewinnen in den nächsten Jahren für das Handwerk zunehmend an Bedeutung. Das Auslaufen des Solidarpakts II im Jahre 2019, die Debatten über ländliche Räume und die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse, Fachkräfteknappheit und Unternehmensnachfolgen in den Regionen betreffen unmittelbar auch das Cloppenburger Handwerk.

Der Vorstand der Kreishandwerkerschaft Cloppenburg begrüßt daher das vom Präsidium des Zentralverbands des Deutschen Handwerks verabschiedete Eckpunktepapier „Regionalpolitik und Handwerk – Rahmenbedingungen für Unternehmen vor Ort nachhaltig sichern“.

„Damit kann es dem Handwerk gelingen, politische Akzente in diesen Debatten zu setzen. Das neue Papier verdeutlicht, dass weiterhin langfristig angelegte Maßnahmen notwendig sind, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Infrastrukturangebot und die Bildungseinrichtungen in den Regionen auf hohem Niveau zu stabilisieren“ erklärt Kreishandwerksmeister Günther Tönjes hierzu.

Nur mit leistungsfähigen Standortqualitäten in allen Regionen sei es angesichts der wachsenden Herausforderungen des demographischen Wandels, der Binnenwanderungen, des Fachkräftemangels und der wirtschaftlichen Strukturveränderungen dauerhaft möglich, Wachstum zu sichern. Das ZDH-Papier hebe insbesondere das große Potenzial des ansässigen handwerklichen Mittelstandes für die regionale Entwicklung und die Aktivierung der Potenziale vor Ort hervor.

„Die Betriebe sind dabei in besonderer Weise auf gute wirtschaftliche Standortbedingungen angewiesen, die von leistungsfähiger Telekommunikations- und Verkehrsinfrastruktur, über Einrichtungen der schulischen und beruflichen Bildung auch in der Fläche bis hin zu Angeboten der gezielten Unterstützung von Innovationen reichen“ ergänzt Hauptgeschäftsführer Dr. Michael Hoffschroer und zielt damit auch auf die politischen Entscheidungsträger im Landkreis Cloppenburg.

Das Eckpunktepapier dient der Begleitung der politischen Arbeit des Handwerks auf den unterschiedlichen Ebenen. Darüber hinaus werde es die Grundlage für die Entwicklung von weiteren detaillierten regionalpolitischen Positionierungen bilden. Ein erster Auftakt zur stärkeren Thematisierung dieser Aspekte bildet die im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse geplante Tagung „Ländliche Räume in Deutschland – Zukunftsräume“, die am 12. März in München stattfindet.

Weitere Informationen zur Regional- und Strukturpolitik des ZDH finden Sie im Internet: https://www.zdh.de/fachbereiche/wirtschaft-energie-umwelt/regional-und-strukturpolitik