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Artikel vom 10.09.2018 | zurück zur Übersicht

Übermittlung von Daten zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieb weiterhin erlaubt

Übermittlung von Daten zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieb weiterhin erlaubt

In Bezug zurm Austausch von Daten zwischen den Ausbildungsbetrieben und den Berufsschulen gab es in den letzten Wochen teils erhebliche Irritationen. Nach Auffassung der Niedersächsischen Landesschulbehörde sollten nach Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zukünftig – sehr strenge – Anforderungen an die „Kommunikation“ zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieb gestellt werden.

Der bisherigen Auffassung der Behörde zufolge sollte eine Weitergabe von Informationen, wie z. B. dem Leistungsstand des Auszubildenden oder etwaiger Fehlzeiten nur noch dann statthaft sein, wenn der Auszubildende im Vorfeld eine entsprechende schriftliche Einwilligung hierzu erteilt habe.

Gemeinsam mit anderen Organisationen des Handwerks sind wir gegen diese – aus unserer Sicht falsche Rechtsauffassung – Sturm gelaufen, hätte diese doch den Kern der dualen Ausbildung, die Lernortkooperation, faktisch unmöglich gemacht..

Nach der Intervention des niedersächsischen Handwerks wurde auch der Landes-Kultusminister persönlich mit dieser völlig abstrusen Situation befasst und um eine Klarstellung in unserem Sinne gebeten.

"Nunmehr können wir Ihnen die freudige Mitteilung machen, dass unsere Proteste erfolgreich waren! Wie die Landesschulbehörde schriftlich mitteilte bedarf die Datenweitergabe bezüglich der Fehlzeiten und Leistungsstände der Schülerinnen und Schüler an deren Ausbildungsbetriebe auch zukünftig keiner vorherigen Einwilligung, sofern besonders schutzwürdige Belange nicht betroffen sind. Wir freuen uns über die im Sinne des Handwerks getroffene Entscheidung" erklärt Dr. Michael Hoffschroer.

Besonders schutzwürdige Belange sind in dem Schreiben der Behörde nicht genauer definiert, betreffen nach entsprechender Nachfrage aber keinesfalls „den normalen Ausbildungsalltag“, so dass von einer Fortführung der bewährten Zusammenarbeit zwischen Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen ausgegangen werden kann.

 

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de