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Artikel vom 17.09.2018 | zurück zur Übersicht

Intakte Beleuchtung ist lebenswichtig

Im Dienste der Sicherheit: Beim Licht-Test im Oktober überprüfen bundesweit zahlreiche Kfz-Betriebe Scheinwerfer und Leuchten. Foto: ProMotor/T. Volz
Im Dienste der Sicherheit: Beim Licht-Test im Oktober überprüfen bundesweit zahlreiche Kfz-Betriebe Scheinwerfer und Leuchten. Foto: ProMotor/T. Volz

Am 1. Oktober startet wieder der traditionelle Licht-Test. Zahlreiche Kfz-Meisterbetriebe in den bundesweit 236 Innungen überprüfen Scheinwerfer und Leuchten, und das vielfach kostenlos. Das gilt allerdings nicht mehr für alle Pkw, den der kostenlose Licht-Test stößt an technische, zeitliche und wirtschaftliche Grenzen. 

Dennoch: Eine unglaubliche Leistung, welche die Innungsbetriebe jedes Jahr im Oktober vollbringen: Mehrere Millionen Licht-Tests, jeder kann bis zu 20 Minuten dauern – die Werkstätten schenken Deutschlands Autofahrern jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag. Alles im Dienste der Sicherheit, denn bei etwa einem Drittel der Fahrzeuge stellen sie Mängel fest.  

Dass nicht mehr alle Licht-Tests kostenlos durchgeführt werden können liegt daran, dass immer mehr Fahrzeuge mit intelligenten Scheinwerfern ausgerüstet sind, die in die Kurve leuchten, bei Gegenverkehr automatisch abblenden oder aus einer Vielzahl von LEDs einen Lichtkegel erzeugen, der sich jeder erdenklichen Fahrsituation anpasst. Diese Systeme haben alle eines gemeinsam: Sie lassen sich nicht in 20 Minuten prüfen. Hier muss sich die Werkstatt beim kostenlosen Licht-Test auf eine reine Funktionsprüfung und natürlich die Kontrolle der Signalleuchten beschränken.  

Intelligente Scheinwerfer sind Fahrerassistenzsysteme

Die vollständige Überprüfung eines intelligenten Lichtsystems hingegen erfordert einen Extra-Termin in der Werkstatt und kann bis zu zwei Stunden dauern.

Handelt es sich um Scheinwerfer mit Kamera-basierter Steuerung, muss das Fahrzeug zunächst auf einen Achsmessstand, um die so genannte Fahrachse zu ermitteln.Auf diese wird dann die Kamera kalibriert und darauf wiederum die Scheinwerfer eingestellt. Und zwar nicht mehr mit dem Schraubendreher, sondern mit dem Diagnosetester. Der ist auch bei schon etwas älteren, mitlenkenden Scheinwerfern erforderlich, um die Strahler vor dem Einstellgerät in die vorgeschriebene Position zu bringen.

Das erfordert einen hohen Aufwand, der beim besten Willen nicht mehr ohne Bezahlung zu realisieren ist. Aber für alle „normalen“ Scheinwerfer ändert sich nichts, hier bleiben Test und kleine Einstellarbeiten kostenlos.

Für dabei festgestellte Mängel können die Kfz-Meisterbetriebe in der Regel die sofortige Instandsetzung anbieten und diese zu den üblichen Kosten in Auftrag nehmen. Das sollte jedem Autofahrer die eigene Sicherheit und die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer wert sein.         

 

Foto: ProMotor/T. Volz