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Artikel vom 27.06.2020 | zurück zur Übersicht

Eckpunkte zur Ausbildungsplatzförderung durch Bund und Land

Dr. Michael Hoffschroer setzt sich für die Erfüllung der Erwartungen der Ausbildungsbetriebe ein
Dr. Michael Hoffschroer setzt sich für die Erfüllung der Erwartungen der Ausbildungsbetriebe ein

Zahlreiche Mitgliedsbetriebe der Cloppenburger Innungen befassen sich derzeit mit der angekündigten Ausbildungsprämie. Ein endgültiger Beschluss der Förderrichtlinie zur Bundesförderung liegt aber noch nicht vor.

Das vom Bundeskabinett veröffentliche Eckpunkte-Papier "Ausbildungsplätze sichern" lässt allerdings jetzt schon erkennen, dass neben der Ausbildungsprämie auch die Förderung bei Vermeidung von Kurzarbeit während der Ausbildung, die Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung sowie eine Förderung zur Sicherung der Weiterführung von Ausbildungsverhältnissen bei pandemiebedingter Insolvenz des Ausbildungsbetriebes, vorgesehen sind.

Aus dem Eckpunkte Papier wird aber auch deutlich, dass nicht jeder Betrieb die Bundes-Prämie bekommen wird. Vielmehr gibt es wohl Einschränkungen auf Betriebe mit bis 249 Beschäftigten, die entweder Umsatzeinbußen von mindestens 60 % im April und Mai gegenüber dem Vorjahr aufweisen oder die mindestens ein Monat Kurzarbeit im ersten Halbjahr hatten.

„Und auch wenn das Eckpunktepapier schon jetzt eine Weiterentwicklung des Instruments thematisiert, entspricht die aktuell angekündigte Lösung nicht den Erwartungen vieler Betrieben, die zwar im April/ Mai noch keine Einschränkungen hatten – jetzt aber für den Herbst einen Einbruch befürchten und daher eine Unterstützung für die Ausbildung erwartet haben“ erklärt Dr. Michael Hoffschroer dazu.

Hoffschroer begrüßt es vor diesem Hintergrund sehr, dass nun das Land Niedersachsen in seinem 2. Nachtragshaushalt einen Aktionsplan Ausbildung mit einem Volumen von 18 Mio. EUR auf den Weg gebracht hat; die Beschlussfassung darüber soll am 15.7.2020 erfolgen. Dort heißt es ausdrücklich, dass das Land die Bundesförderung ergänzen will, so dass ein abgerundetes Konzept entsteht.

„Daraus ergibt sich die Erwartung, dass die Entlastung aller Betriebsinhaber hier das Ziel ist – also auch derjenigen, die bisher noch keine Kurzarbeit anmelden mussten und deren Umsatz bisher auch nicht um 60 % zurückgegangen ist. Dies werden wir , u. a. über die Landesvereiningung Bauwirtschaft und die Unternehmerverbände Handwerk auch bei weiteren Gesprächen mit den Bundes- und Landespolitikern deutlich machen“ formuliert Hoffschroer selbstbewusst.

Auf die Frage der Betriebe, ob es Sinn mache, mit dem Abschluss von Ausbildungsverträgen noch zu warten, um nicht auf mögliche Förderungen verzichten zu müssen, erklärt Hoffschroer:

„NEIN! Alle Fördermaßnahmen für die duale Ausbildung sind gerichtet auf das Ausbildungsjahr 2020. Die Anspruchsprüfung ist vom Zeitpunkt des Vertragsschlusses unabhängig, solange der Vertrag für das Ausbildungsjahr 2020 geschlossen wird.“

Die Kreishandwerkerschaft Cloppenburg steht den Innungsbetrieben bei Fragen zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie umfassend zur Seite. In regelmäßigen Meldungen auf der Homepage (www.handwerk-cloppenburg.de), in der lokalen Presse, in einem wöchentlichen Newsletter und bei telefonischen (+494471/179-0) bzw. E-Mail-Anfragen (info@handwerk-cloppenburg.de).

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Eckpunkte für ein Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“
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pdf inhalte_­nachtragshaushalt_­niedersachsen_­fokus_­ausbildung.pdf
Landesregierung bringt 2. Nachtragshaushalt auf den Weg:
8,4 Milliarden Euro sichern Niedersachsens Zukunft nach der Corona-Krise
346 KB Download

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