Duale Ausbildung

Mal ehrlich, wusstest Du, dass der Kfz-Mechatroniker in der DTM, der Make-Up-Artist bei der Fashion-Week, der Metallbauer, der die Wetterstation auf der Zugspitze aufbaut, oder die Bootsbauerin, die im Mittelmeer Luxusjachten repariert, ihre Karrieren mit einer handwerklichen Ausbildung begonnen haben?

Oder war für Dich der Weg zur weiterführenden Schule oder ins Studium der eigentliche Favorit für die nähere Zukunft? 

Dass Du damit eine attraktive Alternative ausschließt wird Dir vielleicht erst auf den zweiten Blick bewusst. Denn gerade in unserer Region ist die Nachfrage nach im dualen System ausgebildeten Fachkräften deutlich größer als die nach Akademikern. Auch finanziell ist eine beruflichen Aus- und Weiterbildung oftmals interessanter als ein Studium. Und ganz nebenbei öffnet Dir ein erfolgreicher Lehrabschluss auch noch den Weg an die Hochschulen – sogar ohne schulisches Abitur oder Fachhochschulreife. 

Wir wünschen Dir viel Erfolg bei der Planung Deiner (beruflichen) Zukunft, vielleicht ja doch im Handwerk; denn den gut 5 Millionen Handwerkern in Deutschland verdanken wir mehr als bloße Produkte und Dienstleistungen. Mit ihrem Können schaffen sie etwas, das weit darüber hinausgeht. Und Du kannst Teil dieser Familie werden.

Dual = Ideal

Ein entscheidender Vorteil der Ausbildung im Handwerk: Du bist von Beginn an mittendrin. Die Ausbildung im Betrieb wird ergänzt durch den Berufsschulunterricht, meist ein Tag pro Woche. Diese enge Verbindung von Theorie und Praxis nennt man „Duales System“. Damit bist Du nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung gleich Facharbeiter, oder wie wir im Handwerk sagen: Geselle, mit Praxiserfahrung. Auch deshalb ist bei uns die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen im internationalen Vergleich so gering.

Weitere Infos und Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz gibt es auch bei der Kreishandwerkerschaft. Hier kannst Du Dir einen ersten Überblick zu vielen Ausbildungsfragen verschaffen.

Und was ist mit Frauen ...

„Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ heißt ein alter Spruch. Tatsächlich finden immer mehr junge Frauen den Weg in handwerklich-technische Berufe. Nicht selten sind sie sogar erfolgreicher als ihre männlichen Berufskollegen. Dabei bieten gewerblich-technische Berufe oftmals weit bessere Beschäftigungs-, Verdienst- und Aufstiegschancen.

Und von wegen schwaches Geschlecht: Im modernen Handwerk spielen Frauen schon längst ihre Stärken aus. In den über 130 Handwerksberufen haben sie die gleichen Karrieremöglichkeiten wie Männer. Der Anteil weiblicher Meisterinnen steigt stetig an und schon jeder fünfte Handwerksbetrieb wird von einer Frau geführt. Hut ab. Oder Bäckermütze. Oder Schweißerhelm.