Fachpraktiker/in für Metallbau

Abschlussprüfung Teil 2

Teil 2 der gestreckten Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Fachpraktiker/in für Metallbau erstreckt sich auf die in der Anlage der Ausbildungsverordnung für den 19. – 42. Ausbildungsmonat in Abschnitt A unter laufender Nummer: 1 e-j, 2 h-j, 3 e-f, 5 h, 6 d, 7 a-c, 9 d-e, 11 c-d, 12 a-g; Abschnitt B unter laufender Nummer: 1 a-c, 2 a-b, 3 a-c, 5 a-c, 6 a-b, 7 a-c, 8 a-f, 9 a-b, 10 a-b, 11 a-c; Abschnitt C unter laufender Nummer: 5 i-l, 6 d-f aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Be-rufsschulunterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist

Teil 2 der Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

  1. Kundenauftrag,
  2. Konstruktionstechnik,
  3. Funktionsanalyse und
  4. Wirtschafts- und Sozialkunde.

Praktischer Prüfungsbereich

Für den Prüfungsbereich Kundenauftrag bestehen folgende Vorgaben:

  1. Der Prüfling soll nachweisen, dass er
    1. Arbeitsabläufe und Teilaufgaben zielorientiert unter Beachtung technischer, und zeitlicher Vorgaben planen und umsetzen,
    2. Bauteile und Baugruppen herstellen, montieren und auf Funktion überprüfen kann;

  2. der Prüfling soll im Prüfungsbereich Kundenauftrag eine Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag entspricht, durchführen. Dazu soll der Prüfling eine Metall- oder Stahlbaukonstruktion, oder Teile davon, herstellen und ein darauf bezogenes situatives Fachgespräch führen, das aus mehreren Gesprächsphasen bestehen kann;

  3. die Prüfungszeit beträgt 8 Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespräch in höchstens 15 Minuten durchgeführt werden;

  4. im Prüfungsbereich Kundenauftrag ist die Arbeitsaufgabe mit 80 Prozent und das Fachgespräch mit 20 Prozent zu gewichten.

Schriftliche Prüfungsbereiche

Für den Prüfungsbereich Konstruktionstechnik bestehen folgende Vorgaben:

  1. Der Prüfling soll nachweisen, dass er
    1. die Arbeitssicherheits- und Umweltschutzbestimmungen berücksichtigen,
    2. die Verwendung von Werk- und Hilfsstoffen planen sowie Werkzeuge und Maschinen dem jeweiligen Verfahren zuordnen,
    3. die für die Herstellung erforderlichen Komponenten, Werkzeuge und Hilfsmittel unter Beachtung von technischen Regeln auswählen,
    4. die Maßnahmen unter Berücksichtigung betrieblicher Abläufe planen, Unterlagen anwenden und Berechnungen durchführen,
    5. fachliche Probleme erkennen und geeignete Lösungswege auswählen kann.
  2. Der Prüfling soll die Vorgehensweise bei der Herstellung einer Metall- oder Stahlbaukonstruktion unter Anwendung verschiedener Fertigungsverfahren und des Qualitätsmanagements beschreiben. Dazu soll der Prüfling Aufgaben schriftlich unter Zuhilfenahme praxisüblicher Unterlagen bearbeiten.

  3. Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

 


 
Für den Prüfungsbereich Funktionsanalyse bestehen folgende Vorgaben:

  1. Der Prüfling soll nachweisen, dass er
    1. Fehler feststellen, Qualitätsmängel erkennen und geeignete Lösungswege auswählen,
    2. die zur Demontage und Montage notwendigen Werkzeuge und Hilfsmittel unter Beachtung von technischen Regeln auswählen,
    3. Arbeitsschritte zur Demontage und Montage unter Berücksichtigung der Arbeitssicherheit planen,
    4. Maßnahmen im Rahmen der vorbeugenden Instandhaltung auswählen kann.

  2. Der Prüfling soll die Vorgehensweise zur Demontage, Montage und vorbeugenden Instandhaltung beschreiben sowie einzelne Fehler und Qualitätsmängel feststellen. Dazu soll der Prüfling Aufgaben schriftlich unter Zuhilfenahme praxisüblicher Unterlagen bearbeiten.

  3. Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.


 
Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen folgende Vorgaben:

  1. Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann.

  2. Der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

  3. Die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

Mündliche Ergänzungsprüfung

Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der mit schlechter als „ausreichend" bewerteten Prüfungsbereiche, in denen Prüfungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2 : 1 zu gewichten.

Gewichtungs- und Bestehensregelungen

  1. Die Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:
    1. Prüfungsbereich Arbeitsauftrag 30 Prozent,
    2. Prüfungsbereich Kundenauftrag 35 Prozent,
    3. Prüfungsbereich Konstruktionstechnik 12,5 Prozent,
    4. Prüfungsbereich Funktionsanalyse 12,5 Prozent,
    5. Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde 10 Prozent.

  2. Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen
    1. im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 mit mindestens „ausreichend",
    2. im Ergebnis von Teil 2 der Abschlussprüfung mit mindestens „ausreichend",
    3. in mindestens drei der Prüfungsbereiche von Teil 2 mit mindestens „ausreichend" und
    4. in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 mit „ungenügend" bewertet worden sind.

Sabine Untiedt-Frilling
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