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Artikel vom 16.07.2021 | zurück zur Übersicht

Mehr Schüler nutzen Social Media zur Berufsorientierung

erstellt von syifa5610 auf freepik.com
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Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Schüler:innen durch den coronabedingten Wegfall von Berufsorientierungsmaßnahmen vermehrt auf die sozialen Kanäle zurückgreifen. Für Handwerksbetriebe kann das auch nach der Pandemie eine Chance darstellen.

Die Social Medien auf der Überholspur

Vor allem die Plattformen Instagram und Youtube sind bei den Jugendlichen sehr beliebt, um sich über Berufe zu informieren. Das zeigt eine Umfrage des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA). Mehr als jeder vierte Jugendliche nutzt demnach Social-Media-Kanäle zur Berufsorientierung. Von mehr als 1.000 befragten Schüler:innen bewerteten 83,4 Prozent die Plattform YouTube und mit 60,2 Prozent die Plattform Instagram als besonders hilfreich, um mehr über Ausbildung und Arbeitsleben zu erfahren.

"Wir von der Passgenauen Besetzung nutzen auch immer mehr Social Media, um unsere Schüler und Betriebe noch mehr auf uns aufmerksam zu machen. Der persönliche Kontakt und die Beratungen sind damit natürlich nicht wegzudenken, sollten aber aufeinander aufbauen, um noch mehr Potentielle Auszubildende zu erreichen.," erklären Carmen Krause und Sigird Tebben von der Passgenauen Besetzung Cloppenburg.

Die Chance für Handwerksbetriebe: Instagram & Co 

Oftmals seien die Vorstellungen der Jugendlichen über ihre beruflichen Möglichkeiten und die damit verbundenen Perspektiven allerdings nur vage, was zur Ausbildungs- oder Studienabbrüche führe. Weil Beratungen und praktische Einblicke aufgrund der Corona-Krise kaum in Präsenz stattfinden konnten, habe sich die Informationssuche vorrangig auf das Internet und auf Social Media verlagert. 

"Unternehmen sollten diese Plattformen aktiv in ihr Berufsorientierungsangebot einbinden und dort ihren Betrieb, das Team und den Ausbildungsalltag zeigen", rät Valeska Martin, Studienautorin und Referentin am KOFA. Dies gelte auch für die Zeit nach der Corona-Pandemie.

Marketing- und Öffentlichkeitsbeauftrage Ann-Kathrin Raker (Kreishandwerkerschaft Cloppenburg) betont: "Wir haben früh die Wichtigkeit und Wertigkeit der sozialen Medien erkannt. Besonders in den vergangenen zwei Jahren wurde diese Bereich stärker von uns fokussiert um unsere Zielgruppe, die jungen Schüler:innen, auf ihren Lieblingsplattformen zu erreichen. Besonders durch unsere eigenen Ausbildungskampagnenen sowie die bundesweiten Aktionswochen (Sommer der Berufsbildung, Woche der Ausbildung) achten wir hier verstärkt auf eine ausgiebige und abwechslungsreiche Berufsinfo, um viele junge Menschen für das Handwerk zu begeistern."

Das KOFA wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Der Fokus des Projekts liegt in der Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen bei der Fachkräftesicherung. Die Studie sollte der Frage nachgehen, welchen Herausforderungen die Berufsorientierung aktuell gegenübersteht. Da die Studie nicht represäntativ ist, kann zwar nicht auf die Gesamtheit der Schüler in Deutschland geschlossen werden. Die Studie gebe aber Einblicke in den Ablauf von Berufsorientierungsprozessen, so die Studienautoren.

Warum sollte ich Social Media nutzen?

Instagramnutzer: 70% der 14-15-Jährigen und 73% der 16-18-Jährigen

Facebooknutzer: 23% der 14-15-Jährigen und 39% der 16-18-Jährigen 

"Jetzt ist für interessierte Betriebe genau der richtige Zeitpunkt auf den Zug mit aufzuspringen und sich auf den sozialen Medien zu präsentieren, falls dies noch nicht der Fall ist. Da der Start für Unerfahrene oftmals holprig ist bieten wir verschiedene Weiterbildungsseminare im Bereich der sozialen Medien an. Von einem Einsteigerkurs bis hin zur Bild- und Videobearbeitung. Gerne bieten wir Innungsbetrieben auch die Möglichkeit sich bei uns im Hause beraten zu lassen." erklärt Ann-Kathrin Raker weiterhin. 


 

Die gesamte Studie finden Sie unter diesem Beitrag zum Download oder zum direkten lesen indem Sie hier klicken.

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pdf digitale_­berufsorientierung_­2_­2021.pdf
KOFA-STUDIE 2/2021
Neue (digitale) Wege in der Berufsorientierung
So können sich Unternehmen einbringen
607 KB Download

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