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Artikel vom 23.09.2020 | zurück zur Übersicht

Erhöhung der Sozialabgaben belastet Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Erhöhung der Sozialabgaben belastet Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Seit vielen Jahren haben sich die deutschen Regierungen aus gutem Grund dazu bekannt, die Sozialversicherungsbeiträge unter 40 Prozent des Bruttolohns zu begrenzen. Doch diese Garantie wackelt jetzt.

Nach Plänen von Bundesfinanzminister Scholz (SPD) und Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) soll 2021 der durchschnittliche gesetzliche Krankenkassenzusatzbeitrag erhöht und weitere Beitragsmittel aus den Rücklagen der Krankenkassen abgezogen werden. Damit sind Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen von einer Erhöhung der Lohnnebenkosten betroffen. Die 40-Prozent-Grenze wird für bestimmte Gruppen überschritten.

„Die teilweise Abkehr von der 40-Prozent-Garantie ist gerade in der aktuellen Situation ein herber Schlag für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die aufgrund der Corona-Pandemie mit erheblichen Herausforderungen zu kämpfen haben. Gleichzeitig ist es ein Vertrauensbruch der Politik, der nachhallen wird. Aus unserer Sicht sollte die Bundesregierung hier nochmals prüfen, eine Lösung zu finden, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber weniger belastet und die Selbstverwaltung der Krankenkassen nicht über Gebühr einschränkt“ erklärt Dr. Michael Hoffschroer, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Cloppenburg.

Aufgrund von bereits planbaren Mehrausgaben durch Sozialleistungsversprechen und der Unsicherheit aufgrund der Corona-Pandemie ist dabei nicht absehbar, ob und wann eine Reduzierung der Belastungen wieder möglich sein wird.

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